„Der Abbruch ist alternativlos“
  21.02.2021 •     Bezirk Rhein-Neckar-Tauber


Es herrscht große Einigkeit – Meinungen der Vereine zum Saisonabbruch und ein Blick voraus

Heidelberg. Im Amateurhandball herrscht Einigkeit. Der Abbruch samt Annullierung der Saison 2020/21 war alternativlos, wie uns verschiedene Vereinsvertreter berichten. Im Herbst soll die neue Runde beginnen. Die schlecht gestarteten Klubs bekommen eine neue Chance und die, die auf einen Aufstieg hoffen durften, müssen erneut den hohen Erwartungen gerecht werden. Wir wollten von den Klubs außerdem wissen, wie optimistisch sie bezüglich der neuen Saison 2021/22 sind.

Daniel Brenzinger (Sportlicher Leiter des Männer-Badenligisten HSG St.Leon/Reilingen):

Der Abbruch ist die einzig konsequente und vernünftige Entscheidung. Und ich bin sehr optimistisch, dass es im September mit der neuen Runde beginnen kann. Unsere Jungs brennen ohnehin darauf, sie wollen unbedingt wieder auf die Platte. Die Konzepte dafür, den Spielbetrieb wieder starten zu lassen, gibt es und die sind auch gut.

Sebastian Thome (Trainer des Männer-Badenligisten TSV Rot):

Die Runde in irgendeiner Form zu werten, wäre nicht fair gewesen, daher ist auch die Annullierung die richtige Wahl. Die Stimmung ist den Umständen entsprechend. Für alle ist das, seit sie angefangen haben zu spielen, die längste handballfreie Zeit ihrer Karriere. Ich selbst merke extrem, wie sehr mir der Handball und das drumherum fehlt. Wir alle gehen wie immer mit viel Optimismus an die Sache und sind frohen Mutes, dass ein Stück Normalität zurückkommt.

Frank Gerbershagen (Trainer des Frauen-Badenligisten TSG Wiesloch):

Leid tun mir auf Grund der alternativlosen Entscheidung die vielen unzähligen Personen im Verband und den Vereinen, die einen richtig tollen Job gemacht haben, um die Hygienekonzepte umzusetzen. Die Stimmung innerhalb der Mannschaft ist ganz in Ordnung. Wir sehen uns in regelmäßigen Online-Meetings und Workouts. Bei uns im Team sitzt jeder mit vollem Eifer in den Startlöchern, um dann, wenn es möglich ist, in den Hallen der Region wieder auf Punktejagd zu gehen.

Ralf Pichler (Trainer des Frauen-Badenligisten TV Viktoria Dielheim):

Ich habe ja bereits vor nicht allzu langer Zeit schon gesagt, dass die Gesundheit immer vorgeht. Die jetzige Entscheidung ist einfach die logische Konsequenz. Richtung September und Start in die neue Saison bin ich optimistisch, da die Zeit mit Sicherheit für alle Sportlerinnen und Sportler arbeiten wird.

Christian Koch (Trainer des Männer-Verbandsligisten TSV Germania Malsch):

Da wir eine der wenigen Mannschaften waren, die gar nicht gestartet hätten und eine Vorbereitung mit nur einem Testspiel absolvierten, kam für uns der Abbruch nicht überraschend. Persönlich hätte ich mir meinen Abschied als Trainer in Malsch natürlich anders gewünscht. Der neuformierten Mannschaft drücke ich auf jeden Fall die Daumen und freue mich schon mit einem Bier in der Hand ein paar Spiele aus dem Clubraum zu beobachten.

Jan Philipps (Trainer des Männer-Verbandsligisten TSV Handschuhsheim):

Wenn man mit 12:0 Punkten in die Saison startet, will man natürlich unbedingt weiterspielen. Wir wissen aber auch, dass unter diesen Umständen kein sicherer Wettkampf stattfinden kann und stehen deshalb voll und ganz hinter der Entscheidung. Im Cybertraining sehen wir uns jede Woche und die Jungs verbreiten eine große Zuversicht, was die kommende Spielzeit 2021/22 betrifft. Wir wollen das sportliche Hoch aus 2020 bestätigen und angreifen.

Jonas Kari (Trainer des Männer-Landesligisten TSV Germania Malschenberg):

Der Abbruch war alternativlos. Ich bin sehr froh, dass nicht auf Biegen und Brechen weitergespielt wird und denke, dass sich alle Vereine und Mannschaften neu sortieren und aufstellen müssen, da durch Corona einige Spieler verloren gehen. Den September als neuen Rundenbeginn sehe ich nur, falls Deutschland beim Impfen wider Erwarten doch noch Gas gibt. Man bräuchte aber mindestens sechs bis acht Wochen Mannschaftstraining, um dem Verletzungsrisiko vorzubeugen.