DHB beruft Elitekader 19/20
  20.11.2019 •     Handball BW , Leistungssport


15 Spielerinnen und Spieler / Vier Talente bereits mit Erfahrung in den A-Nationalmannschaften / Auch vier Talente aus Baden-Württemberg dabei

Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte in der Nachwuchsförderung: Am heutigen Mittwoch haben Axel Kromer, Vorstand Sport des Deutschen Handballbundes, und Wolfgang Sommerfeld, Mentor der Eliteförderung, im Rahmen eines Medientermins der Frauen-Nationalmannschaft in Steinbach den neuen DHB-Elitekader vorgestellt.

In der Saison 2019/20 umfasst der Elitekader insgesamt 15 Top-Talente der Jahrgänge 1998 bis 2003. Neun Spielerinnen und Spieler haben bereits in der vergangenen Saison vom Premiumprodukt in der Nachwuchsförderung profitiert und sind weiterhin Teil des Elitekaders. Dazu kommen sechs neue Gesichter, die das Aufgebot komplettieren.

„Die Eliteförderung ist seit Jahren ein elementarer Bestandteil unserer Nachwuchsförderung und eine absolute Erfolgsgeschichte“, sagt Axel Kromer. „Wir wollen unsere Top-Talente auf ihrem Weg zum internationalen Topniveau intensiv begleiten und für sie ein ideales Umfeld schaffen, damit sie sich sportlich optimal entwickeln und perspektivisch zu wichtigen Säulen in unseren A-Nationalmannschaften werden können.“

Die besondere Förderung der besten Talente ist bereits seit dem Jahr 2012 ein fester Bestandteil innerhalb der Nachwuchsförderung des Deutschen Handballbundes und im internationalen Vergleich herausstechend. Ziel dieses Konzepts ist eine Vereinigung der sportlichen, schulischen, beruflichen und universitären Ausbildung, um die handballerische Entwicklung der Top-Talente optimal zu fördern. Die Akteurinnen und Akteure des Elitekaders werden auch über ihre Zeit in den Nachwuchs-Nationalmannschaften betreut. Die Eliteförderung ist ein Kooperationsprojekt mit den Vereinen der Handball Bundesliga Frauen und der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga.

„Gerade bei unseren Top-Talenten ist das Umfeld sehr komplex und besteht aus vielen unterschiedlichen Netzwerken, die Einfluss auf die handballerische Entwicklung haben können. Mit der Eliteförderung wollen wir die Netzwerke aus Arbeit, Ausbildung, Universität und Handball in engem Austausch mit den Vereinen, Lehrern und Dozenten sowie dem Arbeitgeber optimal zusammenfügen, damit der Handball im Zentrum stehen kann“, sagt Wolfgang Sommerfeld. „Gleichzeitig wollen wir aber auch die dualen Karrieren sowie die Persönlichkeitsentwicklung der Talente fördern und ihnen bei der Karriereplanung helfen. Daher müssen wir unsere Top-Talente wie Individualsportler betreuen.“

Die A-Nationalmannschaften des Deutschen Handballbundes profitieren bereits seit Jahren von der Förderung der talentiertesten Nachwuchs-Nationalspielerinnen und -Nationalspieler. Im aktuellen Elitekader haben mit Julia Maidhof, Mia Zschocke, Lea Rühter und Lukas Stutzke vier Talente A-Länderspiele absolviert. Die Leverkuserin Zschocke steht außerdem im WM-Aufgebot von Bundestrainer Henk Groener. Aus dem letztjährigen Elitekader haben zudem Sebastian Heymann und Amelie Berger, die wie Mia Zschocke auch mit der Frauen-Nationalmannschaft zur WM nach Japan reisen wird, Länderspielerfahrung gesammelt. Auch im WM-Aufgebot von Bundestrainer Christian Prokop, das im Januar 2019 eine überzeugende Heim-WM spielte und nur knapp die Medaille verpasste, haben mehrere Spieler die Eliteförderung durchlaufen.

„Die Eliteförderung trägt immer mehr Früchte. Immer mehr Spielerinnen und Spieler in den A-Nationalmannschaften haben diese Betreuung durchlaufen, was die immens hohe Bedeutung der Eliteförderung unterstreicht“, sagt Jochen Beppler, Chef-Bundestrainer Nachwuchs des Deutschen Handballbundes. „Daher wollen wir diesen Weg mit vollster Überzeugung weitergehen, weiterhin viel Zeit und Energie in die Betreuung unserer Top-Talente investieren und sie auf ihrem Weg in die A-Nationalmannschaften optimal unterstützen.“

Für den neuen Elitekader des Deutschen Handballbundes in der Saison 2019/20 sind mit Wolfgang Sommerfeld und Maik Nowak, Jugend-Bundestrainer weiblich, zwei Mentoren verantwortlich, die sich um eine umfangreiche Betreuung der 15 Talente kümmern werden. Ein wichtiger Teil der Eliteförderung sind zudem gemeinsame Lehrgänge, bei denen unter anderem auch die beiden A-Bundestrainer Christian Prokop und Henk Groener vor Ort sind, um mit dem Elitekader zu arbeiten.

Der Elitekader des Deutschen Handballbundes im Überblick:

Weiblich: Dana Bleckmann (Borussia Dortmund), Lena Degenhardt (TuS Metzingen), Julia Maidhof (HSG Bensheim/Auerbach), Maxi Mühlner (HSG Bad Wildungen Vipers), Letitia Quist (TuS Metzingen), Rebecca Rott (TuS Metzingen), Lea Rühter (Buxtehuder SV), Mia Zschocke (TSV Bayer 04 Leverkusen)

Männlich: Lukas Diedrich (SC Magdeburg), Johannes Jepsen (TuS N-Lübbecke), Juri Knorr (GWD Minden), Julian Köster (TSV Bayer Dormagen), Nils Lichtlein (Füchse Berlin), Fynn Nicolaus (TVB Stuttgart), Lukas Stutzke (Bergischer HC)