Zwölfter Platz für das Team Baden beim letzten Deutschen Länderpokal
  23.12.2017


Männliche BHV-Auswahl des Jahrgangs 2001 kämpfte in Berlin

Das männliche Auswahlteam des Jahrgangs 2001 des Badischen Handball-Verbands (BHV) trat vom 18. bis 21. Dezember in Berlin beim Deutschen Länderpokal an. Dieses Turnier entspricht der Deutschen Meisterschaft der Auswahlmannschaften aller Handball-Landesverbände. In den Vorrunden traten fünf Teams jeder gegen jeden für je zwei Mal 25 Minuten gegeneinander an. Darauf folgte die Zwischen- und Endrunde mit weiteren zwei Spielen pro Tag, sodass die Belastung mit Insgesamt sechs Spielen in vier Tagen extrem hoch ist.

Unsere Jungs starteten am ersten Tag gegen den HV Mittelrhein. Durch viele technische Fehler, hat das Team des BHV sich selbst das Leben zu schwer gemacht. Nach einer Halbzeitführung von 9:11, starteten die Jungs des Jahrgangs 2001 unglücklich mit einer Niederlage von 23:21 in das Turnier. Auch das zweite Spiel sollte nicht anders beginnen. Die Badener versäumten es sich ihren Vorsprung auszubauen. Die Bremer kamen immer wieder an das Team Baden heran, sodass es in der Halbzeit 12:12 stand. Erst in den letzten zehn Minuten des Spiels zeigte die Mannschaft was wirklich in ihr steckt. Die Jungs fingen an Handball zu spielen und zauberten einen 9:0 Lauf in das Ende des Spiels. So gewannen sie schließlich mit einem Endstand von 25:15.

Dienstags, am zweiten Spieltag, traf die Mannschaft unter der Leitung von Landestrainer Dr. Pavol Streicher sowie der BHV-Auswahltrainer Alexander Lipps und Markus Baumann und Physiotherapeutin Michelle Kasperlik gegen die Auswahl aus Berlin, die quasi der Vereinsmannschaft der Füchse Berlin entsprach. Das Team trat als Verbund geschlossen gegen die Heimmannschaft an. Jeder einzelne kämpfte, versuchte beste Leistungen abzurufen und gab alles. Nichts desto trotz musste man hier nach einem Halbzeitrückstand von 16:8, ein Niederlage von 27:20 hinnehmen. Die Berliner waren den Badenern schlichtweg überlegen. Das zweite Spiel an diesem Tag sollte dann gegen den Hamburger HV stattfinden. Auch hier zeigte sich das männliche Auswahlteam des BHV stark, entschlossen und als einheitliche Front. Jeder Spieler der Mannschaft kam zum Einsatz und alle haben gleichermaßen bestmögliche Leistungen abgerufen. So endete das Spiel nach einer Halbzeitführung von 18:6, mit einem schlussendlich sehr verdienten Sieg von 29:14 für den BHV.

Aufgrund dieser Spielstände und der Platzierung in der Vorrundentabelle ging es als Drittplatzierte Mannschaft der Gruppe D am darauffolgenden Tag für die Mannschaft des BHV um die Plätze 9-12. Auch am dritten Tag rief das Team Baden alle Energie und Kraft ab, um in die letzten beiden Spiele zu bestreiten.

Die BHV traf damit am Mittwoch auf den HV Schleswig-Holstein, sowie den HV Westfalen. In der ersten Partie gegen Schleswig-Holstein fingen die Jungs des BHV stark an und führten bereits in der dritten Minute mit zwei Toren. Der Vorsprung konnte bis in die achte Minute gehalten werden, bis Schleswig-Holstein zum 6:6 aufholte und sich dann immer weiter absetzte. Obwohl das BHV-Team alles gaben, gelang es ihnen doch nicht, den Rückstand aufzuholen und somit gingen sie mit einem Rückstand von 15:9 in die Halbzeit. Auch in der zweiten Hälfte dominierte Schleswig-Holstein weiter, sodass es den Badenern nicht gelang, an die Führung der Norddeutschen heran zukommen. So endete das Spiel für die badischen Jungs mit einer Niederlage von 23:17.

Die Jungs ließen sich von diesem Rückschlag nicht beeindrucken, sammelten noch einmal alle Ressourcen und kämpften am Donnerstag im Spiel gegen den HV Westfafen um den Platz 11 des diesjährigen Länderpokals. Durch den starken Auftritt konnte der Badische HV so einen Halbzeitstand von 9:13 erarbeiten. Die Abwehr wie auch der Angriff funktionierten auf gewohntem Niveau. Jedoch fand auch der HV Westfalen in das Spiel und gewann so das Spiel mit 22:21. Damit erreichte die Mannschaft des Badischen Handball-Verbands den 12. Platz des Länderpokals 2017. Im Finale spielten Hessen gegen Berlin, welche sich ein spannendes Duell lieferten in welchem sich die Gastgeber durchsetzten.

Dieser Länderpokal war der letzte in der Form. Nach 20 Jahren soll diese sehr attraktive Veranstaltung durch das neue Format des DeutschlandCups ersetzt werden. Dies verursacht bei allen Trainern, wie auch Spielern etwas Wehmut. Für die jungen Talente war der Länderpokal immer das Ziel um alles zu zeigen, was sie können, ein wahres Highlight, als Abschluss der Arbeit im Kreise der Landesauswahl. Der erste Sieger im Jahr 1997 hieß damals „Team Baden“ mit einem überragenden Jahrgang 1980. Leider konnte die Ära des Länderpokals nicht mit demselben Namen der Sieger beendet werden. Dennoch ist der BHV stolz darauf, jedes Jahr eine Auswahl von talentierten, engagierten und motivierten jungen Menschen auswählen zu dürfen, diese fördern zu können und das Wissen, wie auch die Erfahrung des gebündelten Badischen Handball-Verbands an die Jugend weitergeben zu können.

Im Team Baden spielten: Ove Villmann, Timo Röhling, Felix Kruse, Lukas Süßer, Jonas Beyer, Steven Beck, Paul Heidsieck, Maik Bratschke, Tim Faeser, Tristan Haltern, Veit Schlafman, Lucas Zacharias, Maximilian Albrecht, Leon Haase, Jacob Clarius, Luis Kaul.

Offizielle des BHV: Landestrainer Dr. Pavol Streicher, Auswahltrainer Alexander Lipps und Markus Baumann, Physiotherpeutin Michelle Kasperlik